W(u/a)nderbares St. Helena Besuch beim ältesten Inselbewohner

Es ist Sonntag der 8. März 2020; unser letzter Tag auf St. Helena. Morgen wollen wir ablegen und nach Fernando de Noronha aufbrechen. Zuerst fahren wir auf die alte Burg oberhalb von Half Tree Hollow. Eine stolze Befestigungsanlage, die heute vorrangig der Befestigung von Sendemasten dient. Der Ausblick ist wie immer super schön.

Weiter geht’s zum Haus des Gouverneurs von St. Helena. „Plantation House“ heißt dieser sehr imposante Landsitz, der den Gouvaneur Philip Rushbrook beherbergt. Er vertritt seit 2019 die britischen Monarchen auf St. Helena, Ascension und Tristan de Cunha. Vor ihm tat dies Lisa Phillips. Sie war die erste Frau in der 360 jährigen Geschichte dieses Amtes. Aber nicht nur die Gouverneure und -Innen wohnen hier, sondern auch der älteste noch lebende Bewohner der Insel. Das ist Jonathan, er ist etwa 188 Jahre alt und er empfängt uns auch höchstpersönlich.

Er ist einer von 4 Riesenschildkröten und gibt Marina und Sarah gerade eine Audienz als wir ankommen. Die beiden Ladies sind wie alle Inselbewohner gerne zu einem Plauderstündchen bereit und erzählen uns ein wenig von früher, als noch alle 6 Schildkröten lebten.

Unsere Rundfahrt führt uns weiter nach St. Paul´s Cathedral.

An einer der Aufzuchtanlagen der Ursprungsbäume (das sind jene, die Martina pflanzt) halten wir unseren Wagen und gehen ein Stück den Berg hinauf.

Wie durch einen Zauberwald führt der Weg und diesmal kommt mir der Aufstieg auf den Kilimanjaro mit seinen wechselnden Wegetationszonen in den Sinn.

Weiße Seeschwalben gibt es am Kilimanjaro allerdings nicht.

An unserer geplanten Wanderung angekommen suchen wir vergeblich nach Wegweisern und gehen letztendlich einfach dem Gefühl folgend los. Wir gehen einem Traktorweg folgend bergab und landen schlussendlich in einer Sackgasse. Dort treffen wir auf George, der die Wasserpumpe für die Kuhtränken nachsieht. Er erklärt uns, wo wir falsch abgebogen sind.

Zurück ist aber auch keine Option, und so gehen wir einfach geradeaus den Hang hinauf zum Auto zurück, machen unterwegs noch eine „Veschper“ (laut Martin ist das eine Jausenpause auf Schwäbisch) und trällern ein Liedchen, das sogar Reiner mitsingen kann: „…. klein …ging allein…in die weite …“.

@ Xaver und Leni: Wer kennt das Lied und kann es vorsingen?

Zurück am Hafen kommen wir gerade zur Sonntagsparty im Yachtclub zurecht. Reiner nimmt die 18:00 Uhr Fähre, die Martin und ich aber sausen lassen, da Martin für uns eine Sonderfähre für 20:00 Uhr organisiert hat. So sitzen wir noch gemütlich im Yachtclub bis uns um pünktlich um 20:00 Uhr ein Dingi abholt. Es ist Hari von der MOJO. Wir halten nur kurz bei SHAMBALA an, sagen Reiner Bescheid und steigen mit Wein und Bier bewaffnet wieder in Hari´s Dingi. Es ist Partytime auf MOJO.

Den Rest des Abends sollen euch die Bilder erzählen. Ich weiß noch, dass wir sehr viel getanzt und noch mehr Arrak (Palmschnaps) getrunken haben. Irgendwann sind wir zurück auf SHAMBALA II gefahren worden und ich war wenig später äußerst froh über den Umstand, dass mein Kabinenfenster direkt neben meinem Kopfpolster war und …

Bei meinen späteren Recherchen zu St. Helena bin ich dann über folgenden Artikel gestoßen, der bestätigt, dass es sich bei der Party lediglich um die Vollziehung historischen Kulturgutes handelte und wir froh sein können, dass wir mit dem Leben davon gekommen sind 😉

Credits to WIKIPEDIA

Veröffentlicht von petermaiergarsten

Email: peter.maier.11@gmx.at

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