Nachtrag in Sachen Postpaket

Ihr erinnert euch vielleicht ja noch, dass ich in Kuala Lumpur zwei Pakete aufgegeben habe, um das angesammelte Übergepäck nach Hause zu schicken. 2 Pakete á 19,5kg.
Als ich etwa 3 Wochen später, am 29. November, vom Einkaufen nach Hause komme, steht eines der beiden Pakete im Stiegenhaus unter dem Postkasten. Ich freue mich, und schleppe es auch gleich nach oben.

Etwas ramponiert, aber noch im Ganzen, wird es auch gleich geöffnet und ausgepackt. Viele meiner Segelutensilien und einige Souveniers sind in der Schachtel zu finden.

Da nur eine Schachtel gekommen ist, gehe ich erstmal davon aus, dass nicht beide gleichzeitig ins Postauto gepasst haben und warte auf den nächsten Tag, und den nächsten und ….

Nachdem es aber Sitte geworden ist, dass Pakete nicht mehr zugestellt, sondern nur noch „abgestellt“ werden, überlege ich langsam, wo wohl das zweite Paket abgeblieben sein könnte. Nach über einer Woche schreibe ich ein Mail an die malaysische Post und frage anhand der Aufgabenummer nach, was mit meinem Paket ist. Ich erhalte auch prompt eine Antwort. Das Paket ist als „gefährlich“ eingestuft und daher aus dem Versand genommen worden.
Ich weiß auch sofort, was los ist. Das kann nur an der automatischen Rettungsweste liegen und den Ersatzkartuschen mit dem Treibgas. Ich schreibe also zurück, dass die Einstufung als „gefährlich“ wohl daran liegen würde, und dass der Transport aber gemäß internationalen Luftfahrtsregeln erlaubt sei und verweise auf die entsprechenden Bestimmungen.
Im Antwortmail der malaysischen Post werde ich dann aufgefordert, mein Paket abzuholen, da der Inhalt nicht ihren Bestimmungen für den internationalen Airmailversand entspricht. Man beruft sich auf die Versandbestimmungen der malaysischen Post, die freundlicher Weise auch beigefügt sind.
Nach Studium dieser Versandbestimmungen stelle ich aber fest, dass die sich auf genau jene Artikel berufen, in denen der Versand der Rettungsweste inkl. 2 Ersatzkartuschen explizit gestattet ist, und auf die ich ohnehin bereits hingewiesen habe.
Also schreibe ich nochmals zurück und weise erneut darauf hin, dass der Inhalt ihren eigenen Bestimmungen entspricht und erteile zudem die Erlaubnis, das Paket öffnen zu dürfen und sende auch noch eine Kopie meines Passes mit. Reaktion: Keine!
Trotz einiger weiterer Emails meinerseits habe ich nie wieder eine Antwort bekommen und das Paket natürlich auch nicht. Der Verlust ist unterm Strich nicht so schlimm, aber doch ärgerlich.


Sollte also jemand in nächster Zeit mal in Kuala Lumpur auf das Hauptpostamt kommen, meldet euch bei mir. Ich gebe gerne einen aus, wenn ihr das Paket auf den Weg bringt 😉

Veröffentlicht von petermaiergarsten

Email: peter.maier.11@gmx.at

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